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der Indianerpfad

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1. DIE REISE


Der trübe Wolkenschleier der über Hessen lag legte sich auch über das Gemüt von Hajo Kusch. Seine Laune bewegte sich während der Fahrt zum Flughafen zwischen Lethargie und Hoffnung. Eine Reise nach Peru sollte doch eigentlich Freude auslösen - doch Hajo empfand keine Freude, er hätte viel lieber die Ruhe der holländischen Nordseeinsel Ameland genossen. Von diesem Urlaub hatte er schon seit Monaten geträumt und sich endlose Spaziergänge am Strand, Fahrradtouren rund um die Insel, Wattwanderungen und Erholung pur bei einem guten Buch ausgemalt.
Doch dann erhielt er diesen Brief in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er diese Reise nach Peru in einem Preisausschreiben gewonnen habe. Er wollte den Brief schon entsorgen - da solche Briefe eigentlich immer mit einer "Abzocke" in Verbindung standen - und er sich auch nicht erinnern konnte überhaupt an einem Preisausschreiben teilgenommen zu haben. Der nächste Brief mit Reiseplan, Flugzeiten und Tickets belehrten ihn eines Besseren. Er hatte gewonnen.
Dazu noch eine Reise bei der überwiegend Rentnerehepaare auf der Passagierliste der Fluggesellschaft standen. Andererseits war die Aussicht die Anden zu bereisen auch nicht zu verachten.
Wie sich bald herausstellte, gehörte der größte Teil der Rentner zu seiner Reisegruppe und das Pendel seiner Gefühle tendierte wieder deutlich mehr zur Lustlosigkeit. Daran änderte auch die attraktive Reiseleiterin - den Namen hatte er sich gar nicht erst gemerkt - nicht viel; obwohl Sie Ihn wahrscheinlich in Ermangelung anderer geeigneter männlicher Teilnehmer wiederholt anlächelte.
Der übliche aber nicht zu vermeidende Kontrollkram, der geschürt von der amtlichen Terroristenangst, zu einer Tortur geworden war zog sich in die Länge weil einer der Passagiere sein Taschenmesser nicht abgeben wollte.
Endlich aber waren alle Hürden genommen. Die Reisenden drängelten sich durch die Abfertigung als hätten Sie völlig vergessen, dass jeder bereits einen bestimmten Sitzplatz zugewiesen bekommen hatte, Hajo Kusch schaute sich das sinnlose Gedränge gelangweilt an. Als er die die Maschine betrat, hatte sich das Gedränge weitestgehend gelegt und war dem aufgeregten Geplapper der Passagiere gewichen.
Endlich hob die Maschine ab. Hajo lehnte sich zurück und versuchte zu schlafen, doch die Gedanken an die vergangenen Tage ließen es nicht zu. Vor zwei Tagen erst hatte er erfahren, dass er die dreiwöchige Rundreise durch Südamerika gewonnen hatte. Gewonnen in einem Preisausschreiben an dem er gar nicht teilgenommen hatte; sondern seine beste Freundin. Sie hatte entsprechende Karten auf alle möglichen Namen ausgefüllt und abgeschickt. Erst als er die Benachrichtigung erhielt das er den 1. Preis, nämlich diese Rundreise, gewonnen hatte erfuhr er, dass seine Freundin auch eine Karte mit seinem Namen und seiner Anschrift eingereicht hatte.
Erst wollte er die Reise an Sie abtreten, aber das ging nicht und außerdem bestand seine Freundin darauf, dass er den Preis annahm. Also saß er in diesem Flugzeug und flog seit Stunden über den Atlantik in Richtung Peru.
An Schlaf war nicht mehr zu denken. Hajo vertiefte sich in einen Reiseführer der Ihm erste Eindrücke von der Geschichte der Ureinwohner Südamerikas vermittelte. Er las Geschichten und uralte Legenden die von Göttern und Geistern berichteten und die den einen oder anderen Schriftsteller in der Vergangenheit verleitet hatten diese Geschichten mit Besuchern von anderen Planeten zu verknüpfen. ...........


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